Früher fanden Bemusterungen häufig in großen Ausstellungen statt. Viele Musterbäder, viele Eindrücke – und immer auch gute Unterstützung. Wir waren dankbar, diese Ausstellungen nutzen zu dürfen. Das Personal war durchweg fachlich kompetent und hat uns bei der Auswahl von Produkten und Materialien unterstützt.
Gleichzeitig zeigte sich in der Praxis immer wieder, dass viele gezeigte Musterbäder nicht zur tatsächlichen Badsituation passten. Maße, Proportionen oder technische Details ließen sich oft nicht übertragen oder nur eingeschränkt umsetzen. Hinzu kamen weitere Termine bei Fliesen-, Material- oder Farbausstellungen. Am Ende waren viele Einzelentscheidungen getroffen, ohne das Bad jemals als Ganzes gesehen zu haben.
Heute arbeiten wir anders. Durch die digitale Planung konzentrieren wir uns früh auf ein konkretes Bad – seine Größe, seine Geometrie und seine Nutzung. Objekte werden maßstäblich im geplanten Raum platziert und als hochaufgelöste Darstellung gezeigt.
Farben und Materialien ergänzen diese Planung dort, wo Bildschirmdarstellungen an ihre Grenzen kommen. Im Badwerk-Gewölbe liegen sie im Original vor – lose, einzeln und bewusst ausgewählt, für Haptik, Oberfläche und optische Wirkung.
Die Materialien lassen sich im Badwerk-Gewölbe im Original anfassen und miteinander kombinieren, während sie parallel in der digitalen Planung angepasst und im Raum dargestellt werden – wie in den nachfolgenden Planansichten. Diese Darstellungen helfen, Proportionen, Raumwirkung und Zusammenspiel zu verstehen, können das Material im Original jedoch nicht ersetzen.
Da Farben am Bildschirm anders wirken können, sind Moodboards und das bewusste Zusammenlegen der Materialien ein fester Bestandteil der Bemusterung. Durch unseren Lichtschacht lassen sich Oberflächen sowohl bei Tageslicht als auch bei künstlicher Beleuchtung betrachten.